Evangelisch-methodistische Kirche

Schmitten-Brombach im Taunus

Gedanken ...


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„Alles wird gut“, wie oft sage ich diesen kurzen Satz. Wenn ein Kind sich das Knie aufgeschlagen hat und herzzerreißend weint, wenn jemand einen Teller hat fallen lassen und fassungslos die Scherben anschaut, wenn eine in ihrem Gefühlschaos keinen Ausweg mehr sieht oder einer gerade eine schlechte Nachricht am Arbeitsplatz bekommen hat. Ist „Alles wird gut“ nur ein Trostpflaster, eilig dahin gesagt, damit man den Schmerz schnell hinter sich bringt? Und wird wirklich alles gut? Das Knie des Kindes heilt zwar normalerweise, aber für Beziehungen und Arbeitsplatzprobleme gibt es nicht immer ein Happy End.

Mitten im Wald hat jemand diesen Zuspruch auf ein Holzstück geschrieben. Von fallenden Blättern und Modergeruch wird der Blick in die Zukunft gerichtet. Nicht Verfall, Kälte und Dunkelheit siegen, nein, es wird alles gut. Wir brauchen diesen Satz wohl besonders in Herbst-Situationen, die mit Abschied, Abbruch, Sackgassen zu tun haben. „Alles wird gut“ ist eine Kampfansage gegen Verzweiflung, Aufgeben und Tod. Wo menschlich gesehen alles zu Ende ist, gibt es ein Ziel: gut wird es werden. Das Gute kommt nicht aus den vermodernden Blättern, es wächst nicht automatisch auf Scherben und stellt auch nicht die alten Zustände wieder her, sondern kommt von außen. Gott wird aus Scherben Neues machen, aus Chaos Ordnung, aus Verzweiflung Hoffnung und aus Tod Leben. Gott gibt seinen Geist, der selbst Baumstümpfen wieder Triebe hervorlocken kann. Gott gibt uns seinen Geist, der uns Mut schenkt, auch in aussichtslosen Lagen daran festzu-halten, dass Gott das Beste für uns im Sinn hat.

Das ist nicht einfach, wir brauchen immer wieder die Erinnerung. Vielleicht eine Holztafel im Garten mit diesem Titel, die uns Gottes Liebe täglich vor Augen hält – trotz allem, was in unserer Welt passiert.

Einen gesegneten Jahresanfang mit viel Vertrauen in Gottes Güte wünsche ich Ihnen und euch,

Cornelia Trick 

(Foto: Karl-Alwin Hiller)


 
Wenn Sie die Aufzeichnung unseres ZDF-Fernsehgottesdienstes aus Brombach vom 19.Juli nochmal schauen möchten, einfach auf das ZDF-Bild klicken, oder hier .


Hallo,

schön, dass Sie bei uns vorbeischauen,

es war einer dieser Schneetage der vergangenen Wochen. Ich hatte mich mit einer Freundin verabredet, aber die Straße war eisglatt. So machte ich mich zu Fuß auf, ein längerer Weg über die Felder. 

Es ist immer eine spannende Erfahrung, für deinen Weg, für den man mit Auto oder Rad 10 Minuten braucht, fast eine Stunde unterwegs zu sein. Und so kam ich auch an der Straße vorbei, die ich sehr oft mit dem Auto passiere.


Monatsspruch für März: 

Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren und sollst dich fürchten vor deinem Gott; ich bin der HERR. 
(3.Mose, 19, Vers 32)

 
 



     (zur Weiterleitung bitte Grafik anklicken)

Das Umleitungsschild steht seit einem Jahr an der gleichen Stelle, unzählige Male habe ich es gesehen. Wirklich? Denn beim langsamen Vorbeigehen fiel mir zum ersten Mal auf, dass ich nicht „folgen“, sondern „folgern“ sollte und dann auch noch mit einem kleinen „Sie“ angesprochen wurde.

Ist es nicht genauso auch mit dem Alltag? Scheinbar sehe ich alles, aber an manchem rase ich doch achtlos vorbei. Könnte sein, dass mir da Wesentliches entgeht: ein freundliches, ermutigendes Lächeln, ein liebevoller Hinweis Gottes, ein Stopp-Schild, das mich vor Unfällen bewahren will. 

Die Passionszeit, die heute beginnt, ist vielleicht eine Gelegenheit, 7 Wochen etwas gemächlicher durch das Leben zu gehen, nicht an den Hinweisschildern vorbeizustürmen, die Gott mir am Weg aufstellt, sondern sie wahrzunehmen, die Liebe Gottes zu tanken, wo immer sie auf uns wartet.

Ich wünsche Ihnen fröhliche Entdeckungen und „7 Wochen mit“ Grüßen von Himmel 

Cornelia Trick 


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