Evangelisch-methodistische Kirche

Schmitten-Brombach im Taunus

Hallo,

schön, dass Sie bei uns vorbeischauen...

Wenn ich mich mit anderen über den November unterhalte, bin ich meistens die Einzige, die ihn liebt. Für meine Gesprächspartner ist es oft ein Monat voller Nebel und Dunkelheit, Erinnerungen an Verstorbene und das eigene Sterben.

 

Allerheiligen und Allerseelen, Volkstrauertag und Ewigkeitssonntag fallen in den November, kein Wunder, dass nur die Geburtstagkinder dem Monat etwas Gutes abgewinnen können. Bei meinen Gängen über den Friedhof, auf dem meine Eltern beerdigt sind, bleibe ich gerne an einem Grab stehen. Ich kenne die Personen nicht, habe auch noch nie jemand davor getroffen, aber die Inschrift des Grabsteins fesselt mich jedes Mal. Wilhelmine Müller, geboren 1900 und gestorben im Alter von hundert Jahren. Ihr Leben umfasst buchstäblich ein Jahrhundert. In ihrer Jugend gab es in Deutschland einen Kaiser, zwei Weltkriege erlebte sie, Krieg und Zerstörung, Trauer und beschnittene Lebenswege, danach Aufbruch und Aufbau, Wirtschaftswunder, die 68-er und die Maueröffnung. 

Ich hätte Frau Müller gerne kennengelernt und ihre Lebensgeschichte gehört. Was war der rote Faden in ihrem Leben? Was hat ihr Kraft gegeben? Kannte sie eine Quelle für Hoffnung und Lebensmut? Und wie ist es ihr im Alter gegangen? Konnte sie sich in Gottes Hände fallen lassen?

Frau Müller wird mir nicht mehr antworten, aber mir kann ich diese Fragen stellen. Der November mit seinen langen Abenden scheint dafür doch gut geeignet. Ich möchte mir vornehmen, jede Woche eine dieser Fragen mit mir zu tragen, der Antwort nachzuspüren, auch mit anderen darüber ins Gespräch zu kommen:

  • Was ist mein roter Faden im Leben
  • was zieht sich als Kontinuum durch alle Erlebnisse, die mein Leben ausmachen?
  • Was gibt mir Kraft? Meine Familie, meine Freunde, mein Glaube, das Gebet?
  • Welche Quellen kann ich aufsuchen, die mir Lebensmut schenken? Sind es besondere Bücher oder Lieder? Ist es meine Kirchengemeinde?
  • Kann ich mich heute schon Gottes Händen anvertrauen, und wie sieht das praktisch aus? Fällt es mir leicht oder schwer, meine Sorgen abzugeben?
Ich wünsche uns, dass wir den November nicht nur trübe und trist erleben, sondern als Ruhezeit, in der neue Energien und Erkenntnisse leichter wachsen können,

herzlich Ihre

Cornelia Trick 

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Veranstaltungshinweise im November auf einen Blick:


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Zum ZDF-Fernsehgottesdienst aus Brombach einfach auf das ZDF-Bild unten klicken.


Monatsspruch für November: 

Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.
 
(Offenbarung Kap. 21, Vers 2)
 
 


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Aktuelle Hinweise




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